Archiv für Dezember 2009

Zum Begriff der „Multitude“

Auf der Suche nach einem revolutionären Subjekt schöpften Hardt/Negri in ihrem Buch Empire die „Multitude“ als scheinbaren Bezugspunkt für emanzipatorische Politik. Ihre Konzeption ist aber derart konstruiert, dass sie einen Bezug auf regressive Bewegungen denken lässt – ein Bezug, der von Hardt und Negri selbst auch gedacht und ausgesprochen wird, wenn die Kämpfe palästinensischer Gruppen gegen Israel oder allen bewaffneten Kampf gegen die Truppen der USA und ihrer Alliierten im Irak als Kampf der „Multitude“ gegen das „Empire“ verstanden werden (vgl. Beitrag „Krise und so“).

„Wenn die Nacht am tiefsten ist,…“

Dieser Fehler in der Konzeption eines der (beiden) zentralen Begriffe der Arbeit von Hardt/Negri ruht in dem grundlegenden Konzept der „Multitude“. (mehr…)

„Wollt ihr Tote, ihr Chaoten?“ (BILD 2007)

Folgend ein gekürzter und leicht rechtschreiblich überarbeiteter Auszug aus einer älteren Hausarbeit, die sich mit der Frage der Militanz als symbolischer Aktionsform auseinandersetzt, und an den sich eine kurze Betrachtung der Frage nach dem Misslingen dieser symbolhaften Vermittlung anschließt. Die Hausarbeit bezieht sich auf die Ausschreitungen im Anschluss an eine Demonstration am 2.Juni 2007 in Rostock, die im Kontext des G8-Gipfels stattfand, und betrachtete Auswertungspapiere verschiedener linksradikaler Gruppen ebenso wie Zeitungsartikel, die auf die Ereignisse Bezug nahmen. (mehr…)