„Die Verhältnisse überwinden in denen…“ – ja wer eigentlich?

Ausgehend davon, dass das Verhältnis kapitalistisch organisierter ökonomischer Basis und aus ihr abgeleitetem ideologischen, bürgerlichen Überbau, dem gegenüber sowohl eine nicht-kapitalistische Ökonomie als auch eine antibürgerliche, proletarische Gegenkultur denkbar ist – sofern es jemals derart existiert hat – die aktuellen Verhältnisse nicht beschreibt, sondern vielmehr eine wechselseitig stützende Totalität der kapitalistischen Verhältnisse vorhanden ist, stellt sich die Unmöglichkeit der Bestimmung einer Natur des Menschen. Ist jeder Mensch von dem Beginn seiner Existenz an einer kapitalistischen und damit fetischisierten bzw. fetischisierenden Sozialisation ausgesetzt, sei es durch medial vermittelten Verhältnisse oder durch Eltern (dieser Begriff sei hier als soziale Funktion gedacht), die ebenso von kapitalistischer Totalität durchdrungen sind und mit dem Kind einen spektakulären Umgang haben, kann aus dem Menschsein im Kapitalismus keine Aussage über die Natur des Menschen getroffen werden.

„Es ist halt nicht genug, wenn wir nur die Fäuste ballen“

Eine Tatsache, die zu einem möglichen Problem wird, wenn eine Überwindung des Kapitalismus denkbar erscheint, und damit die Frage nach der Gestalt nachkapitalistischer Verhältnisse auftritt. Die bisherigen, sich sozialistisch oder kommunistisch verstehenden Projekte hatten offensichtlich große Schwierigkeiten, über die Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln alleine den Kommunismus zu schaffen. Im Anschluss an eine Analyse des Kapitalismus, der statt dem Verteilungsproblem den Wertbegriff ins Zentrum stellt, ist leicht nachvollziehbar, warum allein der Volks(!)eigene Betrieb keine nicht-kapitalistische, fetischfreie Produktionsform ist und der Arbeiter- und Bauernstaat nicht zur klassen- und damit herrschaftsfreien Gesellschaft führt.

„Wir sind so zersplittert und in Teile zersprengt“

Eine mögliche Antwort – die sich hier im groben auf Max Horkheimer und Theodor W. Adorno bezieht – ist, das eine Anthropologie die über den Kapitalismus hinausweist ebenso wenig möglich ist, wie eine andere Perspektive auf ein Später oder Jenseits-Von. Statt universalistische Theorien aufzustellen, ist es Aufgabe, Kritik an den kapitalistischen Verhältnissen zu üben. Eine Antwort, die weitgehende Berechtigung hat und zudem an Stelle potenziell haltloser Spekulationen die gesellschaftlichen Verhältnisse zum Ausgangspunkt nimmt, aber ob ihrer Negation der Totalität auch verschiedene, sich widersprechende Kritiken ermöglicht. An die Frage der Anthropologie gebunden stellt sich dieses Problem beispielhaft an der Frage des Antispeziesismus, der wahlweise unter Gesichtspunkten der Kritik die Unterscheidung zwischen Menschen und Tieren als fetischisiertes Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnis zwischen Lebewesen kritisiert, oder der selbst als eine Form eloquenter, aktualisierter Relativismus der Menschlichkeit, der an ältere Diskurse des Rassismus und der Euthanasie anknüpft, kritisiert wird. Insofern ist ein Blick auf mögliche andere Positionen zur Möglichkeit zumindest anthropologischer Ansätze im Angesicht der Totalität des Kapitalismus zu werfen.

„Das ist nur der erste Schritt, wir sind nicht alleine hier“

Ein erster hier zu vertretener, aber nur kurz zu betrachtender, Vertreter ist Herbert Marcuse. Seine Anthropologie, die auf Freuds Triebtheorie aufbaut, verweigert sich aber einem konsequenten Denken der Totalität – die er aber selbst vertritt und im Begriff des eindimensionalen Menschen auch artikuliert. Er meint auch im Kapitalismus einen universalen Kern der menschlichen Natur im Eros zu entdecken, aus dem heraus sowohl eine positive Anthropologie abzuleiten als auch politische Handlungsformen zu denken sind (und auch gedacht werden). Der Thanatos wird von ihm als Ausformung des kapitalistisch unterdrückten Eros verstanden. Naheliegend begeht Marcuse daraus abgeleitet den Fehler, jegliche Widerständigkeit gegen den Kapitalismus als potenziell positiv zu denken, da in ihr eine Befreiung des Eros vom Kapitalismus möglich wird.
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„Jeder für sich und in den Abgrund zusammen“

Spannender sind die Versuche, auf Grundlage der Situation des Menschen im Kapitalismus eine negative Anthropologie zu denken. Hierzu sind zwei Ansätze möglich. Der eine ist, die Situation im Kapitalismus zu trennen in die kapitalistischen Bestandteile und die Bestandteile, die immer Teil der Situation des Menschen sein werden. Damit wird keineswegs die Totalität des Kapitalismus aberkannt, da er den Menschen immer noch umfassend durchdringt, jedoch wird ein Augenmerk auf universale Bedingungen des Menschseins gelegt. Hierzu wird auf die naheliegende naturwissenschaftliche Erkenntnis zurückgegriffen, das die Sterblichkeit des Menschen allgemeine Bedingung seines Seins ist (die auch der Kommunismus nicht wird überwinden können).
Albert Camus entwickelt zur Betrachtung dieser universalen Situation die Begrifflichkeit des Absurden. Da der Mensch nicht ewig ist und mit seinem Tod in Gänze aus der Existenz tritt, und da es keine übergeordnete Instanz (wie Gott, das Volk etc.) gibt, in die die menschliche Existenz eingeordnet werden kann und als Funktionsträger_in für etwas größeres und potenziell ewiges dienen kann oder in ihr (wie im ewigen Leben, der Wiedergeburt etc.) aufgehen kann, hat das menschliche Leben keinen Sinn, es ist absurd. Die Existenz des Menschen ist nicht persé über den Tod oder über den einzelnen Menschen hinaus gerichtet. Hieraus ergibt sich für diese Betrachtung zwei relevante Aussagen über den Menschen: Die, die Camus selbst unter dem Begriff der Revolte (siehe unten) behandelt, und die Frage der Ideologie im Kommunismus. Ideologie als Objekt der Kritik im Kapitalismus wird am Begriff des Warenfetisch und der aus ihm abgeleiteten Fetische, damit dem Wertbegriff, festgemacht. Da es historischer und archäologischer Forschung nach aber auch in nicht warenförmig organisierten, dem Kapitalismus vorhergehenden Vergesellschaftungsformen, Fetischismus bzw. Ideologie gab, sind sie ein augenscheinlich über den Warenfetisch hinausweisendes Phänomen. Die in Marxismen klassische Form, dies zu erklären, funktioniert über die, auch aus nicht-kapitalistischen Ausbeutungsverhältnissen entstehende, Entfremdung von der Produktion und damit von sich selbst (die auch Leibeigene und feudale Herrscher_innen oder Sklave_innen und Sklav_innenhalter_innen betrifft). Ein Konzept, das in den meisten Anarchismen als allgemeine Herrschaftskritik ebenso stattfindet. Camus macht hier eine alternative Deutung auf, die aus der universalen Situation des Absurden ableitet, dass der Mensch in jeglicher gesellschaftlicher Formation mit der Absurdität seiner Existenz und der daraus resultierenden Freiheit umgehen muss (denn ohne übergeordnete Instanz kann es auch keine festliegende Notwendigkeit geben, in die eine Hegelsche Einsicht bestehen kann). Insofern ist es zumindest denkbar, dass auch im Kommunismus Menschen ein Problem mit der Absurdität ihrer Existenz haben – und damit auch, dass Lösungskonzepte (wie transzendente, aber auch Zivilreligionen) ihre Attraktivität über das Ende des Kapitalismus hinaus behalten könnten.

„Wenn aus allen unseren Worten Verzweiflung spricht“

Der andere Begriff, den Camus in seiner Anthropologie aufmacht, ist der der Revolte. Sie bezeichnet das Nicht-Abfinden des Menschen mit seiner Situation, wobei nicht zwischen Komponenten der universalen Situation des Absurden und der konkreten Situation des Beherrscht- und Ausgebeutet-Werdens getrennt wird. Diese Nicht-Trennung entspricht wirklichen Phänomenen, da eine Unterordnung des Menschen unter ein größeres Ganzes – sei es das ewige Leben im Jenseits, das Überleben der Rasse oder auch die Revolution in einer versprochenen Zukunft – auch die Unzufriedenheit mit der sozialen Situation befrieden kann. Die Revolte ist also eine empfundene Negation der bestehenden Situation, die sich auch auf die universale Situation des Absurden bezieht und damit selbst universal ist – sofern nicht sowohl Umgang mit dem Absurden beim jeweiligen Menschen als auch Abschaffung aller kapitalistischen Verhältnisse allgemein gefunden sind.

Camus betrachtet die Revolte dabei keineswegs, so wie Marcuse den Eros (oder gar wie Hardt/Negri ihre Multitude) als progressives Potenzial des Antikapitalismus. Im Zentrum seines Werkes ‚Der Mensch in der Revolte’ steht vielmehr die Kritik von scheinbar progressiven Formen der Revolte, insbesondere des Anarchismus Bakunins und sowohl der Sozialdemokratie als auch des Leninismus (und dessen Anlage in Marx Geschichtskonzeption). Insofern ergeben sich aus Camus negativer anthropogischer Skizze und seiner Ideologiekritik der Revolution auch politische Vorgaben, die vor allem eine Orientierung an konkreter Menschlichkeit und ein Ablehnen von „Opfern für die (zukünftige) Revolution“ beinhalten.

„Unser Nein ist das Ja zum Nichts des Ganzen“

Ein ähnliches Konzept findet sich bei John Holloway unter dem Begriff des Schreis. Der Schrei drückt bei Holloway – der sich theoretisch stark auf die obig zugrunde gelegte Konzeption der kritischen Theorie um Adorno (und mit Einschränkungen um Marcuse) bezieht – das Unbehagen mit der derzeitigen Situation aus, dessen Vorhandensein er aus empirischer Beobachtung und eigenem Empfinden ableitet. Er analysiert diesen Schrei als normativen Anspruch der/des Schreienden, dass es besser sein könnte und sollte, als es gerade ist, als Unzufriedenheit mit dem zu Überwindenden Ist. Dabei ist und bleibt er sich unsicher, inwieweit eine Überwindung möglich ist und ist sich auch eines regressivem Dagegenseins bewusst, liest in ihm aber als Anthropologie die Negation der derzeitigen Verhältnisse ab – der Mensch ist also ein Wesen, das im Kapitalismus unzufrieden ist oder zumindest sein kann. Anders als Camus betrachtet er dabei nicht potenziell universale Situationen, sondern weist alle Unzufriedenheit der Unzufriedenheit mit der kapitalistischen Totalität zu – und gibt vielleicht deswegen der Kritik regressivem Antikapitalismus wenig Gewicht, auch wenn er das positive Geschichts- und Revolutionsverständnis bei Marx und insbesondere bei Engels massiv kritisiert.

„Verpiss dich, verpiss dich“

Diese, sich recht ähnliche, Konzeptionen bieten zumindest einen Ansatz einer Anthropologie, die ob der Totalität des Kapitalismus notwendig negativ ist, aber die Möglichkeit bietet, aus der notwendigen Kritik der Verhältnisse heraus eine Unterscheidung zwischen aller möglicher, richtungsoffener Negation des Bestehenden und der die Emanzipation des Menschen befördernder Kritik zu entwickeln. Gleichzeitig schärft der Versuch einer negativen Anthropologie den für die Analyse und insbesondere die Fetisch-/Ideologiekritik notwendigen Blick auf die conditio humana im Kapitalismus und auf die aus ihr resultierenden Kurzschlüsse sich selbst emanzipatorisch verstehender Politik – denn wenn sie sich meist an längst toten Titanen wie Bakunin, Engels oder Lenin oder an offensichtlich regressiven Volksbefreiungstheoretiker_innen wie Ernesto Guevara abarbeiten, sind diese Positionen in der zeitgenössischen Linken ebenso überpräsent wie in den 20ern oder 60ern.

  1. Diese oberflächliche, verkürzende, wenn nicht falsche, Marcuse-Rezeption ist zu ersetzen:
    Ein erster hier zu vertretener, aber nur kurz zu betrachtender, Vertreter ist Herbert Marcuse. Seine Anthropologie, die auf Freuds Triebtheorie aufbaut, verweigert sich aber einem konsequenten Denken der Totalität – die er aber selbst vertritt und im Begriff des eindimensionalen Menschen auch artikuliert. Er meint auch im Kapitalismus einen universalen Kern der menschlichen Natur in den beidenen fundamentalen Trieben Eros und Thanatos zu erkennen. Marcuse analysiert diese, aufbauend auf der Freudschen Triebtheorie, als zwei Wege zum gleichen Ziel: das „principium individuationis“ zu annulieren. Der Eros ist hierbei der Weg der Vereinigung zur Überwindung der Vereinzelung, der Thanatos die Rückkehr ins unorganische Ganze – womit Marcuse eine Deutung liefert, die der Existenzialphilosophie Sartres recht nahe kommt, der jedoch von Marcuse selbst dem Nachklang der modernen Philosophie (von Aristoteles bis Hegel) zugeordnet wird, die das Leistungsprinzip naturalisiert. Ebenso wie Sartre sieht Marcuse das Streben nach Ganzheit und Aufhebung der Spannung als Antrieb und Ursprung der Triebe, anders als er hält er aber eine umfassende Spannungsaufhebung in Ganzheit in einer befreiten Gesellschaft möglich.
    Der Kapitalismus verformt Eros und Thanatos zu seinen repressiven Formen, die zu Entfremdung und der Barbarei der Moderne führen. In einer befreiten Gesellschaft hingegen wäre der Eros frei und gleichzeitig der freien Entfaltung aller nicht entgegengesetzt, der Thanatos hingegen würde mit der Abnahme der Lebensnot absterben.
    Marcuse sieht zwar die Möglichkeit einer regressiven Befreiung des Eros vom Realitätsprinzip des Kapitalismus, erhofft sich aber eine progressive Befreiung des Eros von der Unterdrückung ohne Negation der kulturellen Errungenschaften. Da die Unterscheidung dieser beiden Formen in der konkreten Beurteilung und Entscheidung des Beurteilenden liegt, und da Marcuse mit seiner Vorstellung der Erreichbarkeit eines spannungsfreien, ganzheitlichen Daseins zumindest Anknüpfungspunkte für regressive Unmittelbarkeits- und Identitätsphantasien, wie sie auch in der radikalen Linken häufig zu finden sind, bietet, bleibt seine Theorie unklar und bietet das Potenzial einer Lesart wie etwa von Hardt/Negris „Multitude“
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8 Antworten auf „„Die Verhältnisse überwinden in denen…“ – ja wer eigentlich?“


  1. 1 Besserscheitern 27. April 2010 um 16:28 Uhr

    Wenn ich dich richtig verstanden habe geht es dir um die Frage was denn nun menschlich sei(1), um damit die Entfremdung/Beherschung durch den Kaiptalismus(2) besser fassen zu können. Dies wiederum um konkrete Schritte im Kampf gegen Kapitalismus bestimmen zu können(3)?

    Richtig?

    Zu (1): Was hältst du in diesem Sinne von Arendt und Habermas?

  2. 2 spiegelschrift 28. April 2010 um 16:21 Uhr

    zu der (1)-(3): Vielleicht trifft es das, ja. Motivation ist die Vermutung, das ohne eine Bestimmung des Menschen kein Ausweg aus der Totalität des Kapitalismus denkbar ist.

    Arendt liegt auf dem Lesetisch, weils mir zu lange her ist, das ich sie las, als das es jetzt in die Überlegungen einfloss. Erstmal ist gerade Sartre dran. Magst du mir zu Habermas grob skizzieren, wie er den Menschen konzipiert (oder falls er das nicht tut, inwiefern er dafür relevant ist), ich hab mich mit ihm kaum beschäftigt.

  3. 3 hickey 02. Mai 2010 um 22:34 Uhr

    Ich finde deine Beschäftigung interessant. Gerade das über Camus!

    Ich aber wäre nicht immer gleich so negativ. Es soll ja auch nicht Optimismus sein, aber Widerständigkeit hat angesichts von Konformismus und Herrschaft doch einen eigenen Wert.
    Es gibt diess schöne Zitat, aus dem Fragment, das ich schon letztens zitiert habe: „Die Hoffnung auf die besseren Verhältnisse, soweit sie nicht bloß Illusion ist, gründet weniger in der Versicherung, sie seien auch die garantierten, haltbaren und endgültigen, als gerade im Mangel an Respekt vor dem, was mitten im allgemeinen Leiden so fest gegründet ist.“ Adorno und Horkheimer gehen dann (weiterhin auf Seite 236 der Dialektik) sogar so weit, dieser Hoffnung ein anthropoligisches Fundament in einem zarten Trieb zu geben – sie sprechen schon „unendliche[r] Geduld“, von einem „nie erlöschende[m] zarte[n] Trieb der Kreatur nach Ausdruck und Licht“.
    Klar sind bei ihnen diese positiven Ausdrücke umgeben von Negativität. Das ist insofern richtig, als wer von Emanzipation redet, auch über Ideologie sprechen muss.

    Auch wenn ich nicht weiß, worums gehen soll: Wenn du es nicht schon kennst, könnte es dich interessieren -> Ulrich Sonnemann, Negative Anthropologie.

    Und wo du es ansprichst: Kannst du das, was du unter „Marx Geschichtskonzeption“ verstehst, irgendwo bei Marx festmachen? Ich kenne mich nicht genug aus, würde mich aber interessieren. Immerhin wird Marx auch als Gegner teleologischer Geschichtsphilosophien angeführt.

  4. 4 Besserscheitern 03. Mai 2010 um 17:19 Uhr

    Auf Habermas bin ich nur gekommen, weil der ja auch eine Theorie der Entfremdung hat mit seiner These der Kolonisierung der Lebenswelt durchs System.

  5. 5 spiegelschrift 04. Mai 2010 um 22:22 Uhr

    Ich halte „Widerständigkeit“ nicht für einen Wert – zumal sie nicht gleichzusetzen ist mit der „Hoffnung auf die besseren Verhältnisse“ – und ob die besseren Verhältnisse, die jeweils erhofft werden, wirklich besser sind, ist auch noch zu klären.
    In obigem Fall ist mit „Marxscher Geschichtskonzeption“ das Versprechen des Kommunimus gemeint, der als Notwendigkeit aus den sich verschärfenden Krisen des Kapitalismus entsteht.

  6. 6 hickey 11. Mai 2010 um 23:07 Uhr

    In der Tat: Es kann Schlechtes erhofft werden. Nicht jede Widerständigkeit ist gut. Und allein schon weil Widerständigkeit eine praktische Haltung ist und keine soziale Struktur, ist sie nicht das gleiche wie die besseren Verhältnisse.
    Aber was ich mit dem Zitat betonen wollte ist nur, dass für eine begründete Hoffnung, die sich auf tatsächlich bessere Verhältnisse richtet, Widerstand gegen Herrschaft eine notwendige Bedingung ist. Ansonsten ist sie „bloß Illusion“. In diesem schlichten Sinn ist Widerständigkeit wertvoll.

  1. 1 Über den Kommunismus reden? « hickey Pingback am 17. Juli 2010 um 18:04 Uhr
  2. 2 Eine Fußnote zu Marcuse « spiegelschrift Pingback am 23. November 2010 um 20:35 Uhr
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