Archiv für Januar 2011

„Er will sein, und er will Enthüllung des Seins sein.“

Wie festgestellt, findet sich zwischen der Anthropologie Marcuses, die auf der Triebtheorie Freuds aufbaut, und der Anthropologie, die Sartres Existenzialismus entfaltet, eine nicht zu gering zu betonende Nähe in ihrem konstitutiven Moment: Eine Erfahrung des Mangels – ein Mangel, der ein Seinsmangel ist und bei beiden Theoretikern der Getrenntheit des eigenen Seins von der Welt und den Anderen entspringt. Fundamentaler Unterschied ist die Frage nach der Überwindbarkeit des Mangels. Sie wird hier hauptsächlich nach seinem Werk „Triebstruktur und Gesellschaft“ (Eros and Civilisations, EC), aus dem auch die Kritik Marcuses an Sartre stammt, entwickelt. Eine denkbare Beantwortung der Kritik wird ebenfalls skizziert. (mehr…)