Archiv der Kategorie ']erlebt['

„…dann find ich das schade.“

„we‘ll reach for the sky“

Auf einer Autofahrt in eine Diskussion über Drogen (ein Begriff, der in der Diskussion nicht näher definiert wurde, sich aber auf chemisch psychotrop wirkende Substanzen bezog) verwickelt worden, kristallierten sich bald zwei Positionen heraus. Ihren Ausgangspunkt nahm die Diskussion bei konkretem, kritikwürdigem Verhalten von Menschen unter Einfluss von Drogen, schwenkte jedoch bald zu einer Diskussion über den Konsum von Drogen an sich. Während eine der beiden Diskussionsparteien die Verantwortlichkeit für das eigene Handeln, unabhängig ob unter dem Einfluss von Drogen oder ohne diese, im Zentrum ihrer Positionen hatte, bezog die andere Diskussionspartei eine Position, die den Konsum von Drogen als solche beurteilte. Hierbei fielen mehrfach Aussagen, die ein bestimmtes Menschenbild offenbarten. (mehr…)

„…dann macht Verräterei, dass ich mich zu einem Bettler wünsche…“

Unerwartet, dank geschenkter Karte, im Thalia-Theater. Aufgeführt wurde „Richard II. Solo eins Königs“ – eine Shakespeare-Bearbeitung. Aufgeführt wurde es als Monolog-Stück mit Originaltext verschiedener Rollen, der jedoch neu angeordnet und teilweise mehrfach an verschiedenen Stellen des Stückes gesprochen wurde. Ohne Vorbereitung machte ich mich daran, das Stück zu entschlüsseln und fand schließlich einen Zugang im erlebten Widerspruch Richards II. als König. (mehr…)

„Wo man singt, da lass dich nieder…“?

Studierendenproteste – und schon ist er da, der Zwiespalt: Mitmachen, mit vollen Engagement, in der Hoffnung, dass das gelebte Beispiel spontan entstandener, basisdemokratischer Strukturen bei einigen der Beteiligten die Motivation schafft, sich auch nachdem diese Welle der Proteste, spätestens am Tannenbaum, verebbt ist, politisch jenseits von Parteistrukturen einzubringen. Oder am Rand stehen, kommentieren und sich bestätigt sehen, dass es in den aktuellen Protesten nur um Jugendverbandsprofilierung und bestenfalls noch den Verteidigungskampf eines bürgerlichen Bildungsideals durch Bürger_innenkinder geht. (mehr…)

„…oder euch Einschnitte am Körper … machen.“

Folgend ein Rückblick auf selbstverletztendes Verhalten. Wie jeder Rückblick ist es keine Repräsentation eines Erlebnisses in der Schrift, sondern die verschriftlichten Rekonstruktion einer Repräsentation in der Erinnerung und ist somit also einer mehrfachen Verarbeitung innerhalb des jeweilig aktuellen kognitiven Zustands ausgesetzt. Dieser subjektive Zugriff auf ein tabuisiertes Thema soll und kann nur erster Ansatzpunkt für eine politische Bearbeitung von SVV sein. (mehr…)

Wenn es nicht so lustig wär‘

„ich versuche immer bekannte Wege zu gehen“

Wieder Fußball, wenn auch ein gänzlich anderes Erleben. Der Greifswalder Sportverein gegen BFC Dynamo Berlin. Statt engagiertem Support galt es also von Seiten der GSV-Fanschaft Bratwurstessen und Pöbeleien zu erwarten (mehr…)