spiegelschrift Comments http://spiegelschrift.blogsport.de Reflektionen über die Oberfläche einer Wirklichkeit Sun, 23 Sep 2018 00:36:00 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: practical3mancipation http://spiegelschrift.blogsport.de/2012/09/03/youve-lost-one-life/#comment-4587 Mon, 07 Jan 2013 17:25:54 +0000 http://spiegelschrift.blogsport.de/2012/09/03/youve-lost-one-life/#comment-4587 Ist dieses statement deine letzte Regung, die den Blog zum Abschluss bringt? Was du als "einsamen Ort" bezeichnest, kam mir unlängst ebenfalls in den Sinn. Eine Komentarspalte ist eben kein Ausdruck eines gemeinsamen oder offenen Projekts. Es gilt, falls Interesse besteht, andere Wege zu finden... Ist dieses statement deine letzte Regung, die den Blog zum Abschluss bringt? Was du als „einsamen Ort“ bezeichnest, kam mir unlängst ebenfalls in den Sinn. Eine Komentarspalte ist eben kein Ausdruck eines gemeinsamen oder offenen Projekts. Es gilt, falls Interesse besteht, andere Wege zu finden…

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by: oliverrr http://spiegelschrift.blogsport.de/2011/05/26/hipness-is-not-a-state-of-mind-its-a-fact-of-life/#comment-4404 Sat, 04 Aug 2012 21:16:09 +0000 http://spiegelschrift.blogsport.de/2011/05/26/hipness-is-not-a-state-of-mind-its-a-fact-of-life/#comment-4404 @Polizei bei „Re-Thinking Marx“ nicht tolerierbar Ich sehe gerade, daß es jede Menge Neuigkeiten in der Sache gibt. „Vor einem Jahr: Marx im Käfig – Heute: Uni-Präsident hinter Gittern? ... Wir haben die Sache vom Kopf auf die Füße gestellt. Wie kam es dazu? Dank der kollektiven Kraft aus der Krankheit. Was ist das? So kann das aussehen: ... “ Hier findet man die Fortsetzung: http://spkpfh.de/Marx_im_Kaefig_Unipraesident_hinter_Gittern.htm @Polizei bei „Re-Thinking Marx“ nicht tolerierbar

Ich sehe gerade, daß es jede Menge Neuigkeiten in der Sache gibt.

„Vor einem Jahr: Marx im Käfig – Heute: Uni-Präsident hinter Gittern? … Wir haben die Sache vom Kopf auf die Füße gestellt. Wie kam es dazu? Dank der kollektiven Kraft aus der Krankheit. Was ist das? So kann das aussehen: … “

Hier findet man die Fortsetzung: http://spkpfh.de/Marx_im_Kaefig_Unipraesident_hinter_Gittern.htm

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by: „…ich will nur in deiner Nähe sein“ « spiegelschrift http://spiegelschrift.blogsport.de/2012/01/24/ich-kaufe-ein-t-und-loese/#comment-4149 Thu, 10 May 2012 20:15:24 +0000 http://spiegelschrift.blogsport.de/2012/01/24/ich-kaufe-ein-t-und-loese/#comment-4149 [...] Ähnliche Beiträge "...some would say that you won't find love that way..."Gewolltes ScheiternIch kaufe ein T... und löse"Es gibt eine Herzlichkeit jenseits von Jonglieren...""Spaß macht mir keine Freude" « Ich kaufe ein T… und löse [...] […] Ähnliche Beiträge „…some would say that you won‘t find love that way…“Gewolltes ScheiternIch kaufe ein T… und löse“Es gibt eine Herzlichkeit jenseits von Jonglieren…“"Spaß macht mir keine Freude“ « Ich kaufe ein T… und löse […]

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by: Hella http://spiegelschrift.blogsport.de/2009/09/20/kritische-kunst-ist-kunst-ohne-publikum/#comment-4047 Tue, 17 Apr 2012 22:24:44 +0000 http://spiegelschrift.blogsport.de/2009/09/20/kritische-kunst-ist-kunst-ohne-publikum/#comment-4047 An den Author des Artikels: Lern erst mal Schreiben. Und klar, strukturiert Denken. Dann wirst Du von allein merken, daß Deine Sätze zu gedrechselt sind, um leicht verstanden zu werden (wie meine vor zwanzig Jahren - will sagen, man KANN es lernen! Wenn ich das geschafft habe, dann schaffst Du es spielend!) Solche Sätze taugen nur für Gesetzestexte oder Gerichtsurteiule - oder das Kleingedruckte von Banken und Versicherungen - kurz, für überall dort, wo es darum geht, Menschen über den Tisch zu ziehen, in einer Weise, daß sie noch glauben, sie selbst wären an ihrem Elend schuld. Will sagen: Ohne gutes Handwerk (und Einfühlungsvermögen in den Leser/Zuhörer) ist alles andere nichts, wenn man es ehrlich meint! Um sich durch so wirre formuliertes, mit Blähstil angereichertes Zeug zu quälen - und wären die Ideen im Kopfe auch noch so gut und klar - hat heute niemand mehr Zeit und Muse, dazu ist die Lage zu ernst - für alle! Frisch ans Werk! "... die schlechtsten Früchte sind es nicht, an denen die Wespen nagen ..." ;-) Hella An den Author des Artikels:

Lern erst mal Schreiben.
Und klar, strukturiert Denken.
Dann wirst Du von allein merken, daß Deine Sätze zu gedrechselt sind, um leicht verstanden zu werden (wie meine vor zwanzig Jahren – will sagen, man KANN es lernen! Wenn ich das geschafft habe, dann schaffst Du es spielend!)

Solche Sätze taugen nur für Gesetzestexte oder Gerichtsurteiule – oder das Kleingedruckte von Banken und Versicherungen – kurz, für überall dort, wo es darum geht, Menschen über den Tisch zu ziehen, in einer Weise, daß sie noch glauben, sie selbst wären an ihrem Elend schuld.

Will sagen: Ohne gutes Handwerk (und Einfühlungsvermögen in den Leser/Zuhörer) ist alles andere nichts, wenn man es ehrlich meint!

Um sich durch so wirre formuliertes, mit Blähstil angereichertes Zeug zu quälen – und wären die Ideen im Kopfe auch noch so gut und klar – hat heute niemand mehr Zeit und Muse, dazu ist die Lage zu ernst – für alle!
Frisch ans Werk!
„… die schlechtsten Früchte sind es nicht, an denen die Wespen nagen …“ ;-)

Hella

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by: spiegelschrift http://spiegelschrift.blogsport.de/2012/01/24/ich-kaufe-ein-t-und-loese/#comment-3819 Tue, 24 Jan 2012 22:32:04 +0000 http://spiegelschrift.blogsport.de/2012/01/24/ich-kaufe-ein-t-und-loese/#comment-3819 Der Ergänzung kann ich in der Zielsetzung zustimmen. Als ich "Schwulen- und Lesbenbewegung" schrieb, hatte ich (daher auch die verkürzende Einzahl der "Bewegung") die Entwicklungen im Kopf, die 1969/1970 in den USA (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Stonewall_riots">Stonewall</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gay_Liberation_Front">Gay Liberation Front</a>), in Deutschland (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nicht_der_Homosexuelle_ist_pervers,_sondern_die_Situation,_in_der_er_lebt">Rosa von Praunheims Film "Nicht der Homosexuelle..."</a>) und anderswo angestoßen wurden und die zwar in der Tat nicht nur "Schwule" und "Lesben" umfassten, aber in deren Kämpfen es zunächst nur um Homosexuelle, ihre Rechte und Anerkennung ging. Der Ergänzung kann ich in der Zielsetzung zustimmen.
Als ich „Schwulen- und Lesbenbewegung“ schrieb, hatte ich (daher auch die verkürzende Einzahl der „Bewegung“) die Entwicklungen im Kopf, die 1969/1970 in den USA (Stonewall, Gay Liberation Front), in Deutschland (Rosa von Praunheims Film „Nicht der Homosexuelle…“) und anderswo angestoßen wurden und die zwar in der Tat nicht nur „Schwule“ und „Lesben“ umfassten, aber in deren Kämpfen es zunächst nur um Homosexuelle, ihre Rechte und Anerkennung ging.

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by: AsIsatsadly.... http://spiegelschrift.blogsport.de/2012/01/24/ich-kaufe-ein-t-und-loese/#comment-3817 Tue, 24 Jan 2012 22:19:46 +0000 http://spiegelschrift.blogsport.de/2012/01/24/ich-kaufe-ein-t-und-loese/#comment-3817 Um eine weiter partielle Verbesserung gleich unter diesem Blogbeitrag anzubringen: Wer die erkämpften Erfolge der "Schwulen- und Lesbenbewegung" würdigt, kann dies auch ale Erfolg jener markieren, die sich ebenso jenseits dieser Beschreibungen wie der Heteronorm verstehen (seien es nun z.B. queere oder Transpersonen), wenn er/sie selbige nicht nur z.B. im Unterstrich, sondern auch in obriger Aufzählung sichtbar macht. Eine kleine Geste die beim nächsten Mal Freude machen könnte. Um eine weiter partielle Verbesserung gleich unter diesem Blogbeitrag anzubringen:
Wer die erkämpften Erfolge der „Schwulen- und Lesbenbewegung“ würdigt, kann dies auch ale Erfolg jener markieren, die sich ebenso jenseits dieser Beschreibungen wie der Heteronorm verstehen (seien es nun z.B. queere oder Transpersonen), wenn er/sie selbige nicht nur z.B. im Unterstrich, sondern auch in obriger Aufzählung sichtbar macht. Eine kleine Geste die beim nächsten Mal Freude machen könnte.

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by: spiegelschrift http://spiegelschrift.blogsport.de/2012/01/11/es-gibt-eine-herzlichkeit-jenseits-von-jonglieren/#comment-3778 Mon, 16 Jan 2012 09:53:16 +0000 http://spiegelschrift.blogsport.de/2012/01/11/es-gibt-eine-herzlichkeit-jenseits-von-jonglieren/#comment-3778 So, folgend die Antwortversuche auf die Fragen, ich hoffe, ich kann damit zumindest diese Punkte erhellen: "soziale Nähe genießen, wenn... Spielregeln die (teilweise) Interaktion bestimmen...?" "ausschließlich Spieler_innen wenn wir spielen?" "freund(_innenschaft)liche Ebene sich weiterhin reproduziert" Ich kommentiert das Skatspielen (und deutete eine Ähnlichkeit der Problemlage beim Kickern an), weil es eine die Interaktion stark formende Spielsorte ist, etwa weil Nebenbei-Gespräche weitgehend ausgeschlossen werden. Dennoch ist niemand ausschließlich Spieler_in, die Spielordnung zielt dahin und ist beim Skat dabei recht erfolgreich. Insofern denke ich, das sich beim Skat-Spiel tatsächlich keine freund(_innenschaft)liche Ebene reproduziert, vor allem aber nicht ausbildet - sondern durch die gewahrte Distanz eine spezifische Spielhöflichkeit existiert. "legitim sein, beizeiten Freizeit von der Freiheit (sic) zu nehmen?" Diese Spielhöflichkeit ist durchaus legitim, um sich von den Belastungen des Engagiert-Seins mit seinem Leben in Beruf, Freundschaften etc. zu entlasten, und potenziell notwendig um die kapitalistische Situation auf Dauer durchzustehen. Die entscheidende Frage ist hier - sofern überhaupt der Wunsch besteht, die Verhältnisse zu ändern - inwiefern jenseits der zur Reproduktion der Arbeitskraft notwendigen Zeit noch Zeit übrig ist oder auch in anderen, doppelt nutzbaren Tätigkeiten reproduziert werden könnte - und dann trotzdem das Skat-Spiel gewählt wird. (Etwa, weil es einen aufraffend-anstrengenden Entschluss benötigt, die überschüssige Zeit mit etwas zu verbringen, was nicht so entlastend wie etwa Skat-Spielen ist.) Gesetzt des Falls, das dieser Wunsch (die Verhältnisse zu ändern) besteht, existiert weiterhin die Frage, inwiefern eine (potenziell selbstbelastende) Inkongruenz zwischen Wünschen und Alltagsverhalten nicht reflektiert wird, die dann etwa in der nachträglichen Betrachtung der Freizeit unangenehm empfunden wird (2 Jahre lang in einer neuen Stadt die Freizeit mit Skat-Spielen verbringen und sich daran leiden, keine Freund_innen in dieser Stadt zu haben) und Hoffnungslosigkeit/Aufgabe der Wünsche erzeugt. "auch wieder moralisch reguliert?" Es ging nicht um eine moralische Bewertung/Verdammung des Skat-Spielens, auch wenn der Analyse-Jargon das vielleicht scheinen lässt. Er stellt in dem, was vermutlich das war, was <em>auf</em>regte, eher ein politisch-normatives Urteil dar, welches die Verhältnisse adressiert - und jede_n, die/der adressiert sein möchte - erstere in der Forderung ihrer Aufhebung, zweitere in der Forderung nach (Selbst-)Reflexion. "was geeignet ist, im Sinne eines kritischen Daseins zu handeln?" In der Tat steckt in dem Beitrag eine sanfte Vermutung ("den Residuen der Menschlichkeit in dieser Gesellschaft auf die Schliche zu kommen, mit Liebe, Freundschaft, Sich-Kennenlernen"), aber auch die Ablehnung, die Antwort schon fertig vorliegen zu haben ("oder sogar damit, zu überlegen, wie denn eine Gesellschaft ermöglicht wird.."). Welche Vermutung in dem Beitrag deutlich zum Ausdruck kommt ist lediglich, das etwa Skat dazu kein Weg ist. So, folgend die Antwortversuche auf die Fragen, ich hoffe, ich kann damit zumindest diese Punkte erhellen:

„soziale Nähe genießen, wenn… Spielregeln die (teilweise) Interaktion bestimmen…?“
„ausschließlich Spieler_innen wenn wir spielen?“
„freund(_innenschaft)liche Ebene sich weiterhin reproduziert“

Ich kommentiert das Skatspielen (und deutete eine Ähnlichkeit der Problemlage beim Kickern an), weil es eine die Interaktion stark formende Spielsorte ist, etwa weil Nebenbei-Gespräche weitgehend ausgeschlossen werden. Dennoch ist niemand ausschließlich Spieler_in, die Spielordnung zielt dahin und ist beim Skat dabei recht erfolgreich. Insofern denke ich, das sich beim Skat-Spiel tatsächlich keine freund(_innenschaft)liche Ebene reproduziert, vor allem aber nicht ausbildet – sondern durch die gewahrte Distanz eine spezifische Spielhöflichkeit existiert.

„legitim sein, beizeiten Freizeit von der Freiheit (sic) zu nehmen?“

Diese Spielhöflichkeit ist durchaus legitim, um sich von den Belastungen des Engagiert-Seins mit seinem Leben in Beruf, Freundschaften etc. zu entlasten, und potenziell notwendig um die kapitalistische Situation auf Dauer durchzustehen. Die entscheidende Frage ist hier – sofern überhaupt der Wunsch besteht, die Verhältnisse zu ändern – inwiefern jenseits der zur Reproduktion der Arbeitskraft notwendigen Zeit noch Zeit übrig ist oder auch in anderen, doppelt nutzbaren Tätigkeiten reproduziert werden könnte – und dann trotzdem das Skat-Spiel gewählt wird. (Etwa, weil es einen aufraffend-anstrengenden Entschluss benötigt, die überschüssige Zeit mit etwas zu verbringen, was nicht so entlastend wie etwa Skat-Spielen ist.) Gesetzt des Falls, das dieser Wunsch (die Verhältnisse zu ändern) besteht, existiert weiterhin die Frage, inwiefern eine (potenziell selbstbelastende) Inkongruenz zwischen Wünschen und Alltagsverhalten nicht reflektiert wird, die dann etwa in der nachträglichen Betrachtung der Freizeit unangenehm empfunden wird (2 Jahre lang in einer neuen Stadt die Freizeit mit Skat-Spielen verbringen und sich daran leiden, keine Freund_innen in dieser Stadt zu haben) und Hoffnungslosigkeit/Aufgabe der Wünsche erzeugt.

„auch wieder moralisch reguliert?“

Es ging nicht um eine moralische Bewertung/Verdammung des Skat-Spielens, auch wenn der Analyse-Jargon das vielleicht scheinen lässt. Er stellt in dem, was vermutlich das war, was aufregte, eher ein politisch-normatives Urteil dar, welches die Verhältnisse adressiert – und jede_n, die/der adressiert sein möchte – erstere in der Forderung ihrer Aufhebung, zweitere in der Forderung nach (Selbst-)Reflexion.

„was geeignet ist, im Sinne eines kritischen Daseins zu handeln?“

In der Tat steckt in dem Beitrag eine sanfte Vermutung („den Residuen der Menschlichkeit in dieser Gesellschaft auf die Schliche zu kommen, mit Liebe, Freundschaft, Sich-Kennenlernen“), aber auch die Ablehnung, die Antwort schon fertig vorliegen zu haben („oder sogar damit, zu überlegen, wie denn eine Gesellschaft ermöglicht wird..“). Welche Vermutung in dem Beitrag deutlich zum Ausdruck kommt ist lediglich, das etwa Skat dazu kein Weg ist.

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by: femorantipole http://spiegelschrift.blogsport.de/2012/01/11/es-gibt-eine-herzlichkeit-jenseits-von-jonglieren/#comment-3776 Sun, 15 Jan 2012 10:41:19 +0000 http://spiegelschrift.blogsport.de/2012/01/11/es-gibt-eine-herzlichkeit-jenseits-von-jonglieren/#comment-3776 Ein anregender Artikel - auch, weil er auf den ersten Blick <i>auf</i>regt. Auf den zweiten Blick finde ich viele Gedanken plausibel. Insbesondere folgende haben mich zu einem Kommentar inspiriert: An die Stelle des wirklichen Wunschens nach Freiheit von den Zwängen des Kapitalismus tritt der Wunsch nach der Freiheit von der Freiheit, der Wunsch, sich selbst von den Entscheidungs- und Handlungszwängen zu entheben und bloß zu tun, was die Regeln vorgeben. Im Angesicht eines auf Aktivierung und Eigenengagement setzenden ökonomischen Imperativs ist dieser Wunsch vermutlich nicht erstaunlich – mehr als eine kurzfristige Lösung kann er dennoch nicht sein... Ja, in dem Gefühl, Freiheit von der Freiheit zu nehmen, wenn ich spiele (was auch immer; das ist meines Erachtens nicht auf Skat oder Kicker beschränkt) finde ich mich in gewisser Weise wieder. Mit den Implikationen Deines Artikels bekomme ich mit diesem 'Eingeständnis' affektiv ein schlechtes Gewissen. Mir scheinen Deine Erörterungen erst einmal, auch auf den zweiten und dritten Blick, plausibel - aber nicht unstreitbar. Denke ich länger drüber nach, stellen sich mir Fragen, auf die ich noch keine abschließende, befriedigende Antwort gefunden habe; ich würde sie gern für eine mögliche Diskussion anbringen. Vielleicht magst Du ja darauf reagieren. Unterliegt die Annahme, ich sollte meine Reproduktionszeit <i>besser</i> x widmen, als y, nicht bereits einem Gedanken davon, was geeignet ist, im Sinne eines kritischen Daseins zu handeln? Wenn ich annehme, dass Liebe, Freund_innenschaft und Sich-Kennenlernen oder kapitalismuskritische Reflexionen eine angemessenerer Weg sind, meine 'Freizeit' zu verbringen als irgendwelchen Spielregeln zu folgen, wird die Möglichkeit eines Beieinanderseins ohne Zwänge dann nicht auch wieder moralisch reguliert? Warum sollte es nicht legitim sein, beizeiten Freizeit von der Freiheit (sic) zu nehmen? Auch kritische Geister brauchen möglicherweise ab und an Zerstreuung. Und zugewandte, sozial interessierte Menschen manchmal eine Pause von den Zwängen sozialer Praxis.. Da wiederum frage ich mich: Kann ich auch soziale Nähe genießen, wenn ich jenseits oben angeregter sozialer Interaktion im Rahmen meiner Reproduktion stattdessen assoziative und affektive Kommunikation verneine und stattdessen Spielregeln die (teilweise) Interaktion bestimmen lasse? Sind wir immer nur und ausschließlich Spieler_innen, wenn wir spielen? Oder bleiben wir soweit sozial miteinander involviert, dass eine freund(_innenschaft)liche Ebene sich weiterhin reproduziert, möglicherweise auch im und über das Spiel hinaus weiter etabliert? Einen Hinweis, so dachte ich beim Schreiben gerade, könnte eine Reflexion der Sinnhaftigkeit von Spielen - jenseits des Trainings kapitalistischer Verwertungs- und Konkurrenzlogik - sein.. In jedem Falle ist es anregend und viel versprechend, sollte es m.E. gegeben sein, jederzeit die eigenen (sozialen, reproduktiven, politischen, ...) Praxen zu reflektieren. Erste kursorische Gedanken. Danke für Deine Anregung.. Ein anregender Artikel – auch, weil er auf den ersten Blick aufregt. Auf den zweiten Blick finde ich viele Gedanken plausibel.

Insbesondere folgende haben mich zu einem Kommentar inspiriert:
An die Stelle des wirklichen Wunschens nach Freiheit von den Zwängen des Kapitalismus tritt der Wunsch nach der Freiheit von der Freiheit, der Wunsch, sich selbst von den Entscheidungs- und Handlungszwängen zu entheben und bloß zu tun, was die Regeln vorgeben. Im Angesicht eines auf Aktivierung und Eigenengagement setzenden ökonomischen Imperativs ist dieser Wunsch vermutlich nicht erstaunlich – mehr als eine kurzfristige Lösung kann er dennoch nicht sein…
Ja, in dem Gefühl, Freiheit von der Freiheit zu nehmen, wenn ich spiele (was auch immer; das ist meines Erachtens nicht auf Skat oder Kicker beschränkt) finde ich mich in gewisser Weise wieder. Mit den Implikationen Deines Artikels bekomme ich mit diesem ‚Eingeständnis‘ affektiv ein schlechtes Gewissen. Mir scheinen Deine Erörterungen erst einmal, auch auf den zweiten und dritten Blick, plausibel – aber nicht unstreitbar.
Denke ich länger drüber nach, stellen sich mir Fragen, auf die ich noch keine abschließende, befriedigende Antwort gefunden habe; ich würde sie gern für eine mögliche Diskussion anbringen. Vielleicht magst Du ja darauf reagieren.

Unterliegt die Annahme, ich sollte meine Reproduktionszeit besser x widmen, als y, nicht bereits einem Gedanken davon, was geeignet ist, im Sinne eines kritischen Daseins zu handeln? Wenn ich annehme, dass Liebe, Freund_innenschaft und Sich-Kennenlernen oder kapitalismuskritische Reflexionen eine angemessenerer Weg sind, meine ‚Freizeit‘ zu verbringen als irgendwelchen Spielregeln zu folgen, wird die Möglichkeit eines Beieinanderseins ohne Zwänge dann nicht auch wieder moralisch reguliert? Warum sollte es nicht legitim sein, beizeiten Freizeit von der Freiheit (sic) zu nehmen? Auch kritische Geister brauchen möglicherweise ab und an Zerstreuung. Und zugewandte, sozial interessierte Menschen manchmal eine Pause von den Zwängen sozialer Praxis.. Da wiederum frage ich mich: Kann ich auch soziale Nähe genießen, wenn ich jenseits oben angeregter sozialer Interaktion im Rahmen meiner Reproduktion stattdessen assoziative und affektive Kommunikation verneine und stattdessen Spielregeln die (teilweise) Interaktion bestimmen lasse? Sind wir immer nur und ausschließlich Spieler_innen, wenn wir spielen? Oder bleiben wir soweit sozial miteinander involviert, dass eine freund(_innenschaft)liche Ebene sich weiterhin reproduziert, möglicherweise auch im und über das Spiel hinaus weiter etabliert?
Einen Hinweis, so dachte ich beim Schreiben gerade, könnte eine Reflexion der Sinnhaftigkeit von Spielen – jenseits des Trainings kapitalistischer Verwertungs- und Konkurrenzlogik – sein..

In jedem Falle ist es anregend und viel versprechend, sollte es m.E. gegeben sein, jederzeit die eigenen (sozialen, reproduktiven, politischen, …) Praxen zu reflektieren.

Erste kursorische Gedanken.
Danke für Deine Anregung..

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by: tnb http://spiegelschrift.blogsport.de/2011/11/30/some-would-say-that-you-wont-find-love-that-way/#comment-3695 Sun, 25 Dec 2011 21:24:30 +0000 http://spiegelschrift.blogsport.de/2011/11/30/some-would-say-that-you-wont-find-love-that-way/#comment-3695 Ja, genau, soweit es eben geht. So kann der Fokus stärker aufs Ich gelegt werden, was wohl nicht heißt, voll und ganz selbstgewähltes Objekt sein zu können, solange man unter Menschen ist. Ja, genau, soweit es eben geht. So kann der Fokus stärker aufs Ich gelegt werden, was wohl nicht heißt, voll und ganz selbstgewähltes Objekt sein zu können, solange man unter Menschen ist.

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by: spiegelschrift http://spiegelschrift.blogsport.de/2011/11/30/some-would-say-that-you-wont-find-love-that-way/#comment-3586 Sun, 04 Dec 2011 23:12:00 +0000 http://spiegelschrift.blogsport.de/2011/11/30/some-would-say-that-you-wont-find-love-that-way/#comment-3586 Im Sinne: Die Schüchternheit des Anderen zwingt kein spezifisches Objekt auf, so dass der/dem Anderen in eigengewählter, Objekt-Gestalt gegenübergetreten werden kann? Im Sinne: Die Schüchternheit des Anderen zwingt kein spezifisches Objekt auf, so dass der/dem Anderen in eigengewählter, Objekt-Gestalt gegenübergetreten werden kann?

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