Tag-Archiv für 'grenzüberschreitung'

Spaziergang #1

Folgend das Protokoll eines Spazierganges in Jena.

Spielziel:
Ziel des Spiels ist es, eine Möglichkeit zu einem ersten Zugang zu der psychogeographischen Struktur einer Stadt zu finden, den in ihr wirksamen, sie strukturierenden hegemonialen Geboten der Bewegung ebenso wie den subversiven Verlockungen abseitiger Passagen.
Gewonnen werden kann dieses Spiel auf verschiedene Weisen: (mehr…)

„Nur Fremdheit ist das Gegengift gegen Entfremdung.“

Der nachfolgende Text ist nicht als Rezension zu verstehen. Vielmehr habe [ich] Stimmen gehört, die mir geeignet erscheinen, einen Gedankengang mit Wörtern zu versehen – auch wenn sie explizit nicht einem Wörterbuch entstammen. Ich versuche also nicht zu, sondern mit Architektur zu tanzen, um von hier aus [zu] scheitern.

Wie bereits anhand der Kategorie Ästhetik beschrieben, ist der Mensch in seiner gegenwärtigen Verfasstheit nicht als autonomes Subjekt zu denken, sondern als von den Verhältnissen durchdrungende Existenz, versteht sich selbst aber in vielen Bereichen als solches.

Diese Selbstinterpretation als autonomes Subjekt zu überwinden und damit die Aufhebung der Identifikation mit der eigenen handlungsanleitenden Kategorien ist ebenso Aufgabe wie ihre Ent-Naturalisierung. (mehr…)

„…oder euch Einschnitte am Körper … machen.“

Folgend ein Rückblick auf selbstverletztendes Verhalten. Wie jeder Rückblick ist es keine Repräsentation eines Erlebnisses in der Schrift, sondern die verschriftlichten Rekonstruktion einer Repräsentation in der Erinnerung und ist somit also einer mehrfachen Verarbeitung innerhalb des jeweilig aktuellen kognitiven Zustands ausgesetzt. Dieser subjektive Zugriff auf ein tabuisiertes Thema soll und kann nur erster Ansatzpunkt für eine politische Bearbeitung von SVV sein. (mehr…)

Ich sehe Fackelschein in euren Augen

„wir fahren weiter durch den Nebel“

Immer wieder finden sich auch heutzutage unter Studierenden gemeinsame Veranstaltungen, spiel- oder sporthaltig, seltener als Trink- oder Badeveranstaltungen angelegt, die in lokaler Tradierung regelmäßig für – oder besser: mit – Erstsemester-Studierenden durchgeführt werden. Manchmal weisen schon Namen wie „Ersti-Taufe“ oder „Biermesse“ auf einen ritualhaften Charakter und die Aufnahmefunktion der Veranstaltung hin, vorhanden ist sie aber auch dort, wo der Name es nicht offen anzeigt. (mehr…)