Tag-Archiv für 'kunst'

„…dann macht Verräterei, dass ich mich zu einem Bettler wünsche…“

Unerwartet, dank geschenkter Karte, im Thalia-Theater. Aufgeführt wurde „Richard II. Solo eins Königs“ – eine Shakespeare-Bearbeitung. Aufgeführt wurde es als Monolog-Stück mit Originaltext verschiedener Rollen, der jedoch neu angeordnet und teilweise mehrfach an verschiedenen Stellen des Stückes gesprochen wurde. Ohne Vorbereitung machte ich mich daran, das Stück zu entschlüsseln und fand schließlich einen Zugang im erlebten Widerspruch Richards II. als König. (mehr…)

„Wo man singt, da lass dich nieder…“?

Studierendenproteste – und schon ist er da, der Zwiespalt: Mitmachen, mit vollen Engagement, in der Hoffnung, dass das gelebte Beispiel spontan entstandener, basisdemokratischer Strukturen bei einigen der Beteiligten die Motivation schafft, sich auch nachdem diese Welle der Proteste, spätestens am Tannenbaum, verebbt ist, politisch jenseits von Parteistrukturen einzubringen. Oder am Rand stehen, kommentieren und sich bestätigt sehen, dass es in den aktuellen Protesten nur um Jugendverbandsprofilierung und bestenfalls noch den Verteidigungskampf eines bürgerlichen Bildungsideals durch Bürger_innenkinder geht. (mehr…)

Kritische Kunst ist Kunst ohne Publikum

Angeregt durch die Podiumsdiskussion Ohne Gegen Für der Gruppe Kritikmaximierung und ungeachtet dessen, dass hier eine Klärung des Kunstbegriffes aussteht, ein Versuch über kritische bzw. emanzipatorische Kunst. Die Frage, ob Kunst überhaupt einen emanzipatorischen Gehalt haben kann, wird dabei hier nicht gestellt, sondern auf der Basis das jede derart basale Kategorie – auch wenn hier statt einer analytischen Kategorie ein unreflektierter, gleichsam ansozialisierter Vorbegriff Verwendung findet – des Handelns emanzipatorischen Gehalt haben kann, da sie dem Axiom, das alles politisch sei, folgend, politisch ist. Frage ist also, wie eine solche kritische Kunst gestaltet sein müsse. (mehr…)

Sinn oder Zweck dieser Übung

„unser Zeug das schmeckt nach Scheiße“

„Kunst ist, was Kunst ist – und damit [wird] das Spannungsverhältnis zwischen als legitimiert auftretenden Beurteiler_innen von Kunst und der unanerkannten, aber als Kunst gemeinten Kunst…“ offengelassen.
Eine erste Annäherung an die Frage, was Kunst ist, benötigt eine Auflösung dieses Spannungsverhältnisses. (mehr…)

„…er hat im Gegenteil einen jeden zum Manipulateur zu machen.“

„one day she found the message“

Nicht um den Kunstbegriff oder die Frage: Was ist Kunst? Geht es an dieser Stelle, dennoch sei gesagt dass er hier als bewusst undefiniert und offen verstanden wird als Kunst ist, was Kunst ist – und damit das Spannungsverhältnis zwischen als legitimiert auftretenden Beurteiler_innen von Kunst und der unanerkannten, aber als Kunst gemeinten Kunst andeutet. Wohl aber ist Kunst als kommunikativer Prozess verstanden, eine Kunstrezeption ist für den hier angelegten Kunstbegriff notwendig. An dieser Stelle geht es um die Aneignung des Kunstschaffens jenseits des Zentrums des Kunstbegriffs. (mehr…)