Tag-Archiv für 'menschsein'

„…damit es in den Hals nicht reinregnet.“

Folgend die negativen Einschlüsse in einen ansonsten sehr netten Abend. Vorweg der Hinweis, das die beteiligten Personen diese (und andere) Äußerungen selbstverständlich nicht gemeinschaftlich tätigten und deutlich verschiedene Positionen hatten. Die folgende Homogenisierung dient nicht dem Verschleiern dieser Tatsache, sondern bildet ein Gefühl ab, das sich gar nicht auf eine oder alle Anwesenden bezog, sondern losgelöst von ihnen in der Situation entstand.

Eine weinselige Runde in Kneipen- oder Freiraumatmosphäre, recht nette, erkenntnisbefördernde Gespräche. Irgendwann wurde ich über meinen Sprechstil als „verkopft“ identifiziert. (mehr…)

„Er will sein, und er will Enthüllung des Seins sein.“

Wie festgestellt, findet sich zwischen der Anthropologie Marcuses, die auf der Triebtheorie Freuds aufbaut, und der Anthropologie, die Sartres Existenzialismus entfaltet, eine nicht zu gering zu betonende Nähe in ihrem konstitutiven Moment: Eine Erfahrung des Mangels – ein Mangel, der ein Seinsmangel ist und bei beiden Theoretikern der Getrenntheit des eigenen Seins von der Welt und den Anderen entspringt. Fundamentaler Unterschied ist die Frage nach der Überwindbarkeit des Mangels. Sie wird hier hauptsächlich nach seinem Werk „Triebstruktur und Gesellschaft“ (Eros and Civilisations, EC), aus dem auch die Kritik Marcuses an Sartre stammt, entwickelt. Eine denkbare Beantwortung der Kritik wird ebenfalls skizziert. (mehr…)

Eine Fußnote zu Marcuse

Nach Anfängen einer gründlicheren Lektüre Marcuses muss ein Absatz des Beitrages „’Die Verhältnisse überwinden in denen…’ – ja wer eigentlich?“ ersetzt werden. Die leichtfertige Wiedergabe der damaligen Marcuse-Rezeption bitte ich zu entschuldigen: (mehr…)

„Ich will ich sein, anders will ich nicht sein.“

Exemplarisch am Beispiel einer Diskussion über Drogen wurde in einem Beitrag aufgezeigt, welches Konzept von authentischem Ich-Sein einigen der Argumente zu Grunde lag. Ebenfalls dort wurde festgestellt, welche Probleme dieses Konzept in sich trägt und – zugegebenermaßen knapp – angedeutet, welche politischen Probleme daraus entspringen können. Diesem soll nun etwas ausführlicher nachgespürt werden. (mehr…)

„…dann find ich das schade.“

„we‘ll reach for the sky“

Auf einer Autofahrt in eine Diskussion über Drogen (ein Begriff, der in der Diskussion nicht näher definiert wurde, sich aber auf chemisch psychotrop wirkende Substanzen bezog) verwickelt worden, kristallierten sich bald zwei Positionen heraus. Ihren Ausgangspunkt nahm die Diskussion bei konkretem, kritikwürdigem Verhalten von Menschen unter Einfluss von Drogen, schwenkte jedoch bald zu einer Diskussion über den Konsum von Drogen an sich. Während eine der beiden Diskussionsparteien die Verantwortlichkeit für das eigene Handeln, unabhängig ob unter dem Einfluss von Drogen oder ohne diese, im Zentrum ihrer Positionen hatte, bezog die andere Diskussionspartei eine Position, die den Konsum von Drogen als solche beurteilte. Hierbei fielen mehrfach Aussagen, die ein bestimmtes Menschenbild offenbarten. (mehr…)