Tag-Archiv für 'musik'

Gewolltes Scheitern

Aufzeichnungen aus einem Sonnabend in Kiel:

„wir haben uns getroffen, das erste mal seit Jahren“

„International“, das Wort war lange nicht als Bestandteil einer Parole über meine Lippen gekommen. Nun war ich also doch einmal wieder Internationalist. (mehr…)

„Nur Fremdheit ist das Gegengift gegen Entfremdung.“

Der nachfolgende Text ist nicht als Rezension zu verstehen. Vielmehr habe [ich] Stimmen gehört, die mir geeignet erscheinen, einen Gedankengang mit Wörtern zu versehen – auch wenn sie explizit nicht einem Wörterbuch entstammen. Ich versuche also nicht zu, sondern mit Architektur zu tanzen, um von hier aus [zu] scheitern.

Wie bereits anhand der Kategorie Ästhetik beschrieben, ist der Mensch in seiner gegenwärtigen Verfasstheit nicht als autonomes Subjekt zu denken, sondern als von den Verhältnissen durchdrungende Existenz, versteht sich selbst aber in vielen Bereichen als solches.

Diese Selbstinterpretation als autonomes Subjekt zu überwinden und damit die Aufhebung der Identifikation mit der eigenen handlungsanleitenden Kategorien ist ebenso Aufgabe wie ihre Ent-Naturalisierung. (mehr…)

„Wo man singt, da lass dich nieder…“?

Studierendenproteste – und schon ist er da, der Zwiespalt: Mitmachen, mit vollen Engagement, in der Hoffnung, dass das gelebte Beispiel spontan entstandener, basisdemokratischer Strukturen bei einigen der Beteiligten die Motivation schafft, sich auch nachdem diese Welle der Proteste, spätestens am Tannenbaum, verebbt ist, politisch jenseits von Parteistrukturen einzubringen. Oder am Rand stehen, kommentieren und sich bestätigt sehen, dass es in den aktuellen Protesten nur um Jugendverbandsprofilierung und bestenfalls noch den Verteidigungskampf eines bürgerlichen Bildungsideals durch Bürger_innenkinder geht. (mehr…)

„…er hat im Gegenteil einen jeden zum Manipulateur zu machen.“

„one day she found the message“

Nicht um den Kunstbegriff oder die Frage: Was ist Kunst? Geht es an dieser Stelle, dennoch sei gesagt dass er hier als bewusst undefiniert und offen verstanden wird als Kunst ist, was Kunst ist – und damit das Spannungsverhältnis zwischen als legitimiert auftretenden Beurteiler_innen von Kunst und der unanerkannten, aber als Kunst gemeinten Kunst andeutet. Wohl aber ist Kunst als kommunikativer Prozess verstanden, eine Kunstrezeption ist für den hier angelegten Kunstbegriff notwendig. An dieser Stelle geht es um die Aneignung des Kunstschaffens jenseits des Zentrums des Kunstbegriffs. (mehr…)