Tag-Archiv für 'natur'

„Er will sein, und er will Enthüllung des Seins sein.“

Wie festgestellt, findet sich zwischen der Anthropologie Marcuses, die auf der Triebtheorie Freuds aufbaut, und der Anthropologie, die Sartres Existenzialismus entfaltet, eine nicht zu gering zu betonende Nähe in ihrem konstitutiven Moment: Eine Erfahrung des Mangels – ein Mangel, der ein Seinsmangel ist und bei beiden Theoretikern der Getrenntheit des eigenen Seins von der Welt und den Anderen entspringt. Fundamentaler Unterschied ist die Frage nach der Überwindbarkeit des Mangels. Sie wird hier hauptsächlich nach seinem Werk „Triebstruktur und Gesellschaft“ (Eros and Civilisations, EC), aus dem auch die Kritik Marcuses an Sartre stammt, entwickelt. Eine denkbare Beantwortung der Kritik wird ebenfalls skizziert. (mehr…)

Eine Fußnote zu Marcuse

Nach Anfängen einer gründlicheren Lektüre Marcuses muss ein Absatz des Beitrages „’Die Verhältnisse überwinden in denen…’ – ja wer eigentlich?“ ersetzt werden. Die leichtfertige Wiedergabe der damaligen Marcuse-Rezeption bitte ich zu entschuldigen: (mehr…)

Die Spur eines kontraintuitiven Verdachts

Ein Kommentar zu einem Beitrag bei The falling eland

„reiß‘ den Verstärker auf, leg‘ die Gitarre an“

Schon im lateinischen colo sind zwei Definitionsstränge des Kulturbegriffs angelegt, die Weltgestaltung und die Sinnstiftung. Und zwischen diesen beiden ordnen sich Versuche der Definition dessen, was Kultur ist, an. (mehr…)