Tag-Archiv für 'revolutionäres-subjekt'

„Er will sein, und er will Enthüllung des Seins sein.“

Wie festgestellt, findet sich zwischen der Anthropologie Marcuses, die auf der Triebtheorie Freuds aufbaut, und der Anthropologie, die Sartres Existenzialismus entfaltet, eine nicht zu gering zu betonende Nähe in ihrem konstitutiven Moment: Eine Erfahrung des Mangels – ein Mangel, der ein Seinsmangel ist und bei beiden Theoretikern der Getrenntheit des eigenen Seins von der Welt und den Anderen entspringt. Fundamentaler Unterschied ist die Frage nach der Überwindbarkeit des Mangels. Sie wird hier hauptsächlich nach seinem Werk „Triebstruktur und Gesellschaft“ (Eros and Civilisations, EC), aus dem auch die Kritik Marcuses an Sartre stammt, entwickelt. Eine denkbare Beantwortung der Kritik wird ebenfalls skizziert. (mehr…)

Krise und so

„Jetzt wollt ihr wieder Klarheit“

Seit Marx und den Marxismen ist das Wissen um die Bedingtheit des Bewusstseins des Menschen durch seine gesellschaftlichen und damit ökonomischen Verhältnisse zur Basis revolutionärer Praxis geworden. Der Mensch, der ob der Produktionsverhältnisse, in denen er sich befindet, zum revolutionären Subjekt auserkoren findet unter Verschärfung der ökonomischen Gegensätze zu seinem Bewusstsein, die Aufgabe revolutionärer Praxis ist es gewesen, diesen Findungsprozess zu beschleunigen und zu organisieren sowie für die Zeit nach einem eventuellen Umsturz des Bestehenden Konzepte für die Organisation des Zusammenlebens bereit zu halten.

„’Ganz sicher’, ‚wirklich’, ‚wahr’ und ‚echt’ sind Projektionen“

Schon durch die Kriegsbegeisterung zu Anfang des ersten Weltkriegs in Zweifel gezogen (mehr…)