Tag-Archiv für 'sartre'

„Er will sein, und er will Enthüllung des Seins sein.“

Wie festgestellt, findet sich zwischen der Anthropologie Marcuses, die auf der Triebtheorie Freuds aufbaut, und der Anthropologie, die Sartres Existenzialismus entfaltet, eine nicht zu gering zu betonende Nähe in ihrem konstitutiven Moment: Eine Erfahrung des Mangels – ein Mangel, der ein Seinsmangel ist und bei beiden Theoretikern der Getrenntheit des eigenen Seins von der Welt und den Anderen entspringt. Fundamentaler Unterschied ist die Frage nach der Überwindbarkeit des Mangels. Sie wird hier hauptsächlich nach seinem Werk „Triebstruktur und Gesellschaft“ (Eros and Civilisations, EC), aus dem auch die Kritik Marcuses an Sartre stammt, entwickelt. Eine denkbare Beantwortung der Kritik wird ebenfalls skizziert. (mehr…)

Eine Fußnote zu Marcuse

Nach Anfängen einer gründlicheren Lektüre Marcuses muss ein Absatz des Beitrages „’Die Verhältnisse überwinden in denen…’ – ja wer eigentlich?“ ersetzt werden. Die leichtfertige Wiedergabe der damaligen Marcuse-Rezeption bitte ich zu entschuldigen: (mehr…)

„…dann macht Verräterei, dass ich mich zu einem Bettler wünsche…“

Unerwartet, dank geschenkter Karte, im Thalia-Theater. Aufgeführt wurde „Richard II. Solo eins Königs“ – eine Shakespeare-Bearbeitung. Aufgeführt wurde es als Monolog-Stück mit Originaltext verschiedener Rollen, der jedoch neu angeordnet und teilweise mehrfach an verschiedenen Stellen des Stückes gesprochen wurde. Ohne Vorbereitung machte ich mich daran, das Stück zu entschlüsseln und fand schließlich einen Zugang im erlebten Widerspruch Richards II. als König. (mehr…)