Archiv Seite 3

„Hipness is not a state of mind, it’s a fact of life.“

„’Warum hat denn eigentlich die Jungle World hier keinen Stand gemacht?’“ fragt Hannes aus Halle, eine insofern berechtigte Frage, als das mir dann die taz und die Blätter als Zerstreuung bei den Vorträgen, die tatsächlich die Desorganisation des Denkens versuchten, erspart geblieben wäre. Erfreulicherweise blieben zumindest bei meinem Programm auf der „Re-Thinking Marx“-Konferenz jene Vorträge in der Minderheit. (mehr…)

„Die Universität ist ein hässliches Gebäude“

Angeregt durch die aktuellen zarten Anfänge einer Debatte im Nachklang der letzten Studierendenproteste in Kiel (hier und hier), nun ein Versuch, einen anderen Zugang, eine andere Seite des Umgangs mit Universität darzulegen. (mehr…)

„…damit es in den Hals nicht reinregnet.“

Folgend die negativen Einschlüsse in einen ansonsten sehr netten Abend. Vorweg der Hinweis, das die beteiligten Personen diese (und andere) Äußerungen selbstverständlich nicht gemeinschaftlich tätigten und deutlich verschiedene Positionen hatten. Die folgende Homogenisierung dient nicht dem Verschleiern dieser Tatsache, sondern bildet ein Gefühl ab, das sich gar nicht auf eine oder alle Anwesenden bezog, sondern losgelöst von ihnen in der Situation entstand.

Eine weinselige Runde in Kneipen- oder Freiraumatmosphäre, recht nette, erkenntnisbefördernde Gespräche. Irgendwann wurde ich über meinen Sprechstil als „verkopft“ identifiziert. (mehr…)

Doppelcharakter der Emanzipation

Folgend eine vorsichtige Annäherung an Détournement und cut-up in Form einer Ersetzung/Verschiebung – ihr Thema Emanzipation in nicht-revolutionären Zeiten:

Sehr schematisch: Eine Gegenüberstellung verdinglichter Bilder (zum Beispiel Kapital/Arbeit, Mann/Frau und so weiter) ist niemals das Gegenüber zweier Termini, sondern eine Hierarchie und die Ordnung einer Subordination. Die Befreiung kann sich nicht auf eine Neutralisierung beschränken oder unmittelbar dazu übergehen: (mehr…)

„Er will sein, und er will Enthüllung des Seins sein.“

Wie festgestellt, findet sich zwischen der Anthropologie Marcuses, die auf der Triebtheorie Freuds aufbaut, und der Anthropologie, die Sartres Existenzialismus entfaltet, eine nicht zu gering zu betonende Nähe in ihrem konstitutiven Moment: Eine Erfahrung des Mangels – ein Mangel, der ein Seinsmangel ist und bei beiden Theoretikern der Getrenntheit des eigenen Seins von der Welt und den Anderen entspringt. Fundamentaler Unterschied ist die Frage nach der Überwindbarkeit des Mangels. Sie wird hier hauptsächlich nach seinem Werk „Triebstruktur und Gesellschaft“ (Eros and Civilisations, EC), aus dem auch die Kritik Marcuses an Sartre stammt, entwickelt. Eine denkbare Beantwortung der Kritik wird ebenfalls skizziert. (mehr…)