Tag-Archiv für 'sprache'

„Wo man singt, da lass dich nieder…“?

Studierendenproteste – und schon ist er da, der Zwiespalt: Mitmachen, mit vollen Engagement, in der Hoffnung, dass das gelebte Beispiel spontan entstandener, basisdemokratischer Strukturen bei einigen der Beteiligten die Motivation schafft, sich auch nachdem diese Welle der Proteste, spätestens am Tannenbaum, verebbt ist, politisch jenseits von Parteistrukturen einzubringen. Oder am Rand stehen, kommentieren und sich bestätigt sehen, dass es in den aktuellen Protesten nur um Jugendverbandsprofilierung und bestenfalls noch den Verteidigungskampf eines bürgerlichen Bildungsideals durch Bürger_innenkinder geht. (mehr…)

„so fest wie eine Eiche“

Scheinbar klar auf einer Links-Rechts-Achse zu platzieren sind die Begriffe Treue und Solidarität. Während Treue eindeutig gen rechts zu verorten ist, als Begriff sog. ehelicher Pflicht zumindest bürgerlich, sicher militaristisch oder feudalistisch, als Ehre-Äquivalent aus dem Nationalsozialismus bekannt, ist Solidarität von der Gewerkschaftsbewegung über Bert Brecht und Ernesto Guevara diffus links angesiedelt. Was aber ist das Rechte an Treue, was das Linke an Solidarität. (mehr…)

„Das ist kaum zu verstehen? Na gut, meinetwegen.“

„Das gehört ja auch alles nur zur Show.“

Nicht zuletzt um den Widerspruch zwischen vorgeblich klassenloser Gesellschaft und real erfahrenem sozialen Nichtaufstieg zu verschleiern und individuelle Ursachen für die soziale Situation der oder des Einzelnen bereitzustellen, dient das Ideal der Bildung. Als Kernaufgabe der Schule und der gesamten Kindbetreuung (mehr…)