Tag-Archiv für 'universität'

„…ist die Nacht am tiefsten.“

Nachdem das letzte Ausbrechen der Studierenden-Proteste mit ihren lustigen Auszieh- („Ich gebe mein letztes Hemd“), Bade- („Die Bildung geht baden“) und sonstigen choreographischen Aktionen bald zwei Jahre zurückliegt, ihre Akteure sich verbittert darüber, dass die Allgemeinheit, die sie vertreten wollten, von Anfang an zu Hause blieb, ins Privatleben oder in die institutionalisierte Hochschulpolitik von Senat, Studierendenwerksbeirat usw. verzogen haben und die zentralen Websites de facto tot sind, ist langsam ins Auge zu fassen, dass die nächste Welle dieses regelmäßigen wie wirkungslosen Zyklus (Lucky Streik, Spar Wars, Summer of Resistance, Bildungsstreik,…) so langsam vor der Tür steht. (mehr…)

„Hipness is not a state of mind, it’s a fact of life.“

„’Warum hat denn eigentlich die Jungle World hier keinen Stand gemacht?’“ fragt Hannes aus Halle, eine insofern berechtigte Frage, als das mir dann die taz und die Blätter als Zerstreuung bei den Vorträgen, die tatsächlich die Desorganisation des Denkens versuchten, erspart geblieben wäre. Erfreulicherweise blieben zumindest bei meinem Programm auf der „Re-Thinking Marx“-Konferenz jene Vorträge in der Minderheit. (mehr…)

„Die Universität ist ein hässliches Gebäude“

Angeregt durch die aktuellen zarten Anfänge einer Debatte im Nachklang der letzten Studierendenproteste in Kiel (hier und hier), nun ein Versuch, einen anderen Zugang, eine andere Seite des Umgangs mit Universität darzulegen. (mehr…)

Beitrag „Gemächliches Aufstehen“

Folgend ein Text, der als Beitrag zu einer Aus- und Bewertung der Studierendenproteste im November und Dezember in Kiel geplant wurde. Im Fokus der Betrachtung steht die Darstellung und Selbst-Symbolisierung der Besetzung.

Immer wieder war das Wort der Besetzung als ‚symbolische Aktion’ zu hören, sowohl vor Ort, als auch in der Berichterstattung über die Besetzung (mehr…)

„Wo man singt, da lass dich nieder…“?

Studierendenproteste – und schon ist er da, der Zwiespalt: Mitmachen, mit vollen Engagement, in der Hoffnung, dass das gelebte Beispiel spontan entstandener, basisdemokratischer Strukturen bei einigen der Beteiligten die Motivation schafft, sich auch nachdem diese Welle der Proteste, spätestens am Tannenbaum, verebbt ist, politisch jenseits von Parteistrukturen einzubringen. Oder am Rand stehen, kommentieren und sich bestätigt sehen, dass es in den aktuellen Protesten nur um Jugendverbandsprofilierung und bestenfalls noch den Verteidigungskampf eines bürgerlichen Bildungsideals durch Bürger_innenkinder geht. (mehr…)